Stadtparkkids – Park in Gefahr

    

Grundschüler aus Herrenshoff begeistern zweimal mit Musical

Zwei Abende lang standen die Grundschüler auf der Bühne. Im Musical “Stadtparkkids” engagierten sie sich für ihren Stadtgarten.

 

Korschenbroich. Ein alter Baum, der hinreißend singen kann, ein Investor, der den Stadtgarten einem Industriegebiet mit Flughafen opfern möchte, und die Stadtparkkids, die mit der Entenoma erfolgreich dagegen protestieren. Solche Geschichten mit Happy End gibt es eigentlich nur auf der Bühne. Und dort standen sie auch, die 48 Viertklässler der GGS Herrenshoff. Von Marion Lisken-Pruss

Um 13 Uhr waren sie in der Aula des Korschenbroicher Gymnasiums zur letzten Generalprobe eingetroffen. Acht Monate lang hatten sich die beiden vierten Klassen auf diesen Auftritt vorbereitet, hatten Texte auswendig gelernt und Lieder einstudiert. Am Donnerstag und Freitag war es dann endlich soweit. “Man hat den Kindern in den letzten Tagen die große Vorfreude angemerkt”, sagt Klassenlehrerin Ina Keßler. Julian (10), der einen Reporter spielt, gibt zu, dass er ganz schön aufgeregt war. “Aber nach den ersten Sätzen war die Anspannung vorbei.” Das, obwohl er wie die meisten von ihnen zum ersten Mal auf der Bühne stand – und dann gleich vor 200 Besuchern. “Ich konnte nur die Köpfe sehen. Das erleichterte den Auftritt”, sagt er und fügt hinzu: “Und es macht voll Spaß.”

Das findet auch Lynn-Sophie (10), die als Fräulein Uschi zusammen mit der Entenoma und den Stadtparkkids demonstriert. Dabei haben sie eine List angewandt und sich auf die Seite des Investors geschlagen: “Nein zum Pollenflug – Ja zum Luftverkehr” steht auf einmal auf den Schildern zu lesen, die sie hochhalten. Manchmal ist das Musical rührend, manchmal ernsthaft, aber fast immer wird es von feinem Humor getragen. Am Ende schaffen es alle gemeinsam, den Investor zur Einsicht zu bringen und den Industriepark zu verhindern.

“Die Kinder erfahren nicht nur durch die Geschichte des Musicals, sondern auch bei den Proben, dass sie zusammen etwas erreichen können”, erklärt Schulleiterin Marie-Luise Grüe das Konzept. Überhaupt ist das Musical ein großes Gemeinschaftsprojekt: Die Kolleginnen übernahmen organisatorische Aufgaben, die dritten Klassen und der Förderverein das Catering, und die Eltern gestalteten das Bühnenbild. Während der Proben standen den Kindern Musikschulleiter Mark Koll und die Musical-Leiterinnen Katrin Sinthern und Kirsten Köster zur Seite; bei den Aufführungen musizierten die Schüler der Musikschule. Als der Vorhang fällt, ist die Begeisterung groß bei Eltern, Großeltern, Geschwistern. Es waren sogar viele Besucher kommen, die kein eigenes Kind auf der Bühne hatten. “Wir haben mitgefiebert. Es ist beeindruckend, was die Kids auf die Beine gestellt haben”, sagt Dieter Tischer. Er spricht allen ein großes Lob aus: “Da steckt viel Herzblut drin.”

Verfasser des Textes: NGZ

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